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Über mich

Njoschi Weber (1952) Wuppertal – Überlingen

Maler, Grafiker, Musiker

 

Malen ist immer auch ein Stück Heimat. So freut sich Njoschi Weber als "reingeschmeckter" Bürger der Stadt Überlingen. Es ist das Gefühl angekommen zu sein und Inspiration holt ein Künstler bevorzugt aus der Umgebung, aus den Menschen mit denen er sich umgibt, aus der Familie, den Freunden. Bei den "Bilderreisen" des Überlinger Malers und Grafikers Njoschi Weber, von der Skizze über Stifte und Kreide von Aquarell bis Acryl, wirkt immer ein Strahlen, ein Leuchten, ein grelles oder pastellfarbenes, fröhliches "Hallo", welches dem Charakter und der Lebensfreude des Künstlers fraglos entspricht. Und die Bilder sind herrlich bekömmlich. 

 

Die Bilder

 

Arbeiten, die sich satirisch, aber auch liebevoll und träumerisch mit Überlingen beschäftigen. Der Bodensee, die typischen Hausgiebel, das Münster, die Türme und Torbogen der Stadt sind immer wieder zu finden in den Bildern. Auch schlichte Stadtansichten oder Brunnenmotive, wiedergegeben in flotten und gewagten Pinselstrichen ohne Hintergedanken sind zu sehen, natürlich immer dem Stil folgend, in dem sich der Künstler und seine Ausdrucksmöglichkeit gerade befindet.

Auch zu sehen im Buch „Der fröhliche Felchen Fritz“ vom Bodensee. 

 

Wer ist der Mann, der leicht und locker, nicht als Comiczeichner und auch nicht als Kari­katurist, sondern im ganz eigenen Duktus dem Zeichenstift und Pinsel freien Lauf lässt? 

Njoschi Weber gebürtig aus Wuppertal, zwei Zimmer-Altbau zu dritt, Schlafnische in ei­ner Ecke, Toilette - halbe Treppe. In den 68-ern wurde er erwachsen. Lehrberuf grafischer Zeichner, Studium Werkkunstschule Wuppertal, Kommunikationsdesign. Impulse, die ihn bis heute prägen. Lieblingskomponist: Frank Zappa. Sein Faible: Deutschrock. Es gab etwas vor Udo Lin­denberg, schon Chorgesänge vor Nina Hagen und Entertainment wie bei den Tubes. Njoschi hat in großen Hallen Konzerte gegeben, in Kneipen gespielt und seine eigene Kult-Kneipe betrieben. "So­cial Live" ist ihm alles andere als fremd. Irgendwo ist er ein "Dude", der Großstadtcowboy der fast alles im Griff hat und den Überblick behält. 

Dieser "Bloke" wendete sich der Werbung zu, entwickelte Verpackungen u.a. für Speiseeis von Dr. Oetker, Somat oder Fakt. War im Afri-Cola-Rausch bei den Shootings für Commercials. Begegnete Kunst und hippen Performances mit Ina und Volker Wilczek und auch Professor Joseph Beuys und Professor Albrecht Ade.

Das ist alles lange her. Er war Vorstand und Initiator des ersten regionalen Fernsehsenders am Bodensee: see tv. Heute arbeitet er als Werbefachmann, gibt mit seinem Freund Erich Schütz eigene Köche-Magazine heraus und veranstaltet Events für Feinschmecker.

Seine rheinische Frohnatur und seine Wahrnehmung, die sind es immer noch, woher er die Kraft nimmt, woher sein Bewußtsein entstammt, aus Ideen und Arbeit inneres Gleichgewicht zu schöpfen. Aus diesen Wurzeln singt er, spielt und singt die Beatles auf seiner Gitarre, liebt die Auftritte auf großen Festen der Region mit der Band „Veteranilli“ und freut sich an jedem Gig, kommt mit der kleinen, runden Nickelsonnenbrille rüber, lässig aber intensiv. Von den eintausend Ideen die er verkündet, setzt er die eintausenderste um, und überrascht – erschreckt uns, die wir ihn kennen, weil die Bilder so ganz unerwartet anders als angekündigt sind.

Bei der Farbgebung ist Weber sich bisweilen in einem treu: Es wirkt immer ein Strahlen, ein Leuchten, ein grelles oder pastellfarbenes, fröhliches "Hallo", welches dem Charakter und der Lebensfreude des Künstlers fraglos entspricht. Und die Bilder sind herrlich bekömmlich, da eingängig verständlich. (Markus Jabcke)